Richtfest Werk Zeitz 21.10.1938
Hydriekammer 1939

Chronik zur Chemiegeschichte am Standort Zeitz.

1934

Am 26.10. wurde die Braunkohlen-Benzin-A.G. (BRABAG) gegründet. Das Reichswirtschaftsministerium bestimmte dazu ausgewählte Unternehmen der deutschen Braunkohlenindustrie zu einer rechtsfähigen Pflichtgemeinschaft.

 1935

 Zwischen der IG Farbenindustrie AG und der BRABAG kommt es am 14.06./28.06. zu einer Lizenzvereinbarung zur Braunkohle- und Mineralölhydrierung.

 1936

Am 18.12. wird die Genehmigung zur Errichtung des Werkes Zeitz durch die Reichsregierung erteilt.

1937

  • Bereits im Januar erfolgen erste Erschließungsmaßnahmen in der Gemarkung Tröglitz.
  • Offizieller Baubeginn ist der 01.05. des Jahres.
  • Im Herbst beginnen die Bauarbeiten für die Werkssiedlung Rehmsdorf.

 1938

  • Inbetriebnahme eines Umspannwerkes, einer Schaltwarte und einer 6 kV-Schaltanlage im Juni..
  • Anfahren des ersten Trennapparates am 08.10.
  • Am 21.10. Richtfest des Werkes.

1939

  • Anfahren der ersten Hydrierkammer im Februar.
  • Ab März erfolgt die kontinuierliche Kraftstoffproduktion (Benzin).
Zerstörte Anlagen 1944
Werkseingang Januar 1948

1940

  • Am 03.01. Start für den Ausbau Werkes von 240 000 t/a auf 320 000 t/a Verarbeitungskapazität.
  • Am 26. 08. erster Luftangriff durch angloamerikanische Bombengeschwader. Ihm folgt ein zweiter am 18.11. Beide Angriffe führen kaum zur Beeinträchtigung der Produktion.

1941

  • Anfahren der Propanentasphaltierung am 03.06.
  • Ab diesem Jahr kommen Fremdarbeiter (Franzosen, ab 1942 „Zivilrussen“), Straf- und Kriegsgefangene (Russen) sowie ab 1944 KZ-Häftlinge als zusätzliche Arbeitskräfte zum Einsatz.

 1943

  • Bildung einer Heimflak am 11.03.
  • Der Schornstein des Kraftwerkes wird um die Hälfte abgetragen. (Verringerung der Orientierungshilfe für die feindlichen Bombengeschwader.)
  • Im September geht die Treibgasanlage in Betrieb.

1944

  • Im Verlauf des Jahres erfolgt die Abgabe von Flüssigsauerstoff für V-Waffen.
  • Auslagerung von Ausrüstungen des Gasstranges zum Bau eines unterirdischen Hydrierwerkes bei Berga/Elster ab Mai.
  • Die schweren Luftangriffe vom 12.05. und 28.05. führen zum zeitweiligen Ausfall des Kraftwerkes, der Destillation und der Hochdruckanlagen.
  • Mit zwei weiteren Luftangriffen am 16.08. und 30.11. wurde die zwischenzeitliche erfolgte Wiederinbetriebnahme der Treibstoffproduktion erneut außer Betrieb gesetzt.
  • Am 19.12. ist die Treibstoffproduktion bereits wieder im Einsatz.

 1945

  • Die am 16.01. und 31.03 schwersten Bombardements auf das Werk führten zur Einstellung der Produktion. Insgesamt wurden ca. 6450 Bomben- und Luftminen-Einschläge registriert, davon direkt im Werk ca. 3350.
  • 13.04. bis 30.06. Besetzung des Werkes durch amerikanische Truppen.
  • Am 07.05. werden die Wiederaufbauarbeiten im gesamten Werk aufgenommen und mit der Inbetriebnahme der Hydrierkammern zum 10.06.Treibstoffe produziert.
  • Ab 01.07.gehört die Stadt Zeitz und damit auch das Werk der BRABAG zur Sowjetischen Besatzungszone.
  • Gemäß Befehl Nr. 4 des Chefs der Verwaltung der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) für das Land Thüringen vom 31.07.1945 wird rückwirkend das Werk zum 01.07. unter Aufsicht des Präsidenten des Landes Thüringen gestellt.
  • Am 02.07. übernehmen sowjetische Militärbehörden das Werk.
  • Zum 30.09. wird die Sequestition der Braunkohlen-Benzin AG Tröglitz, Kreis Zeitz mit Befehl Nr. 76 der SMAD für die Provinz Sachsen vollzogen.

 


1946

  • Am 23.01. kommt es zu Gründung der Sächsisch-Thüringischen Industriegemeinschaft GmbH Zeitz mit den Betrieben BRABAG Zeitz und dem Braunkohlenwerk Phönix.
  • 01.08.: Übernahme des Werkes in sowjetischen Besitz gemäß Befehl Nr. 172 der SMAD der Provinz Sachsen vom 24.07.1946. Das Werk firmiert unter Sowjetische Aktiengesellschaft für Brennstoffindustrie Hydrierwerk Tröglitz bei Zeitz (vormals BRABAG Zeitz) ab 17.08.
  • Im Oktober erfolgt die offizielle Liquidierung des BRABAG-Konzerns.
  • Für die Bevölkerung werden Feuerzeugbenzin, Waschbenzin, Fahrradöl, Schuhwachscreme, Bohnerwachs hergestellt.

 1947

  • Wiederinbetriebnahme der Propanentparaffinierung zum 05.08.
  • Wiederaufstockung des 1943 abgetragenen Schornsteines.

 1948

  • Zum 01.01. heißt das Werk: Staatliche Aktiengesellschaft für Brennstoffindustrie „GASOLIN“ Hydrierwerk Zeitz.
  • Am 29.05. kommt es zu einer Kohlenstaub-Explosion im Kraftwerk mit 43 Toten.

 1949

  • Seit dem 01.04. firmiert das Werk unter Staatliche Aktiengesellschaft für Brennstoffindustrie „SMOLA“ Hydrierwerk Zeitz mit einem sowjetischen Generaldirektor.
  • Im Mai werden gemäß Befehl die Teerdestillationswerke KÖPSEN, WEBAU und ROSITZ dem Werk angegliedert.
  • Mit der Inbetriebnahme einer weiteren Hydrierkammer wird erstmalig die mit der Gründung des Werkes projektierte Produktions-Kapazität (360 000 t/a) erreicht und überboten.
  • Am 13.10. erfolgt die Grundsteinlegung für das Kulturhaus.
Blick auf die Werksanlagen 1949/1950
Kraftwerk 1956

1950

  • Neue Werksbezeichnung: Staatliche Aktiengesellschaft der Brennstoffindustrie „Synthese“ Hydrierwerk Zeitz. Zur staatlichen AG, unter Ltg. eines sowjetischen Generaldirektors, gehören weiterhin die Werke: Werk Schwarzheide, Kombinat Gölzau, Kombinat Friedländer, Teerverarbeitungswerke Rositz, Köpsen und Webau.
  • Das Elsterstauwehr wird in Betrieb genommen. Erstmalig erfolgt wieder eine Stromabgabe an das Landesverbundnetz.

 1951

Am 14.03. wird das Kulturhaus eingeweiht. In ihm wird ein neuer Speisesaal Anfang Oktober zur Nutzung übergeben.

 1952

Erneute Werksumbenennung: Staatliche Aktiengesellschaft der Brennstoffindustrie „Brikett“ Hydrierwerk Zeitz.

 1953

  • Inbetriebnahme einer weiteren Hochdruckhydrierkammer zum 28.04. mit zwei Öfen.
  • Am 31.12. wird das Werk zum 01.01.1954 mit allen Aktiva und Passiva nach erfolgter Kosten-Bilanz, einschließlich Patenten und Patentanmeldungen in den Besitz der DDR überführt.

 1954

  • Ab 01.01. heißt der Betrieb VEB Hydrierwerk Zeitz.
  • Am 09.06. wird das bisherige TTH-Verfahren durch das im Werk entwickelte HTM-Verfahren ergänzt.

1955

Mit dem Aufbau einer 10 MW Kondensationsturbine und dem Bau eines dritten Kühlturmes wird die Gesamtleistung des IKW auf 78 MW erhöht.

 1956

Einführung der automatischen Steuerung der Kessel 6 und 7 im Kraftwerk.

1957

Am 07.11. erfolgt die Inbetriebnahme der Anlage zur Erzeugung von Zweitakt-Motorenöl (MZ 20).

1958

  • Beginn der verfahrenstechnischen Arbeiten für die Umstellung von der Carbochemie auf Erdöl.
  • Aufnahme der Additivproduktion (HD-Zusatz).

1959

In Tröglitz wird am 01.05. die vom Werk in Eigenregie gebaute Wäscherei und ein Kinderhort der Bestimmung übergeben.

Turboverdichter 4 (1964)

1960

Investitions- und Rationalisierungsvorhaben Umbau der Winkler-Generatoren, Erweiterung des Wasserwerkes, Aufstellung eines Wasserstoff-Kompressors  und eines CO2- Wäschers werden fertiggestellt.

 1961

22.03. Richtfest zum ersten Bauabschnitt der Benzolanlage.

 1962

  • Im März wird die Schmierölraffinationsanlage zur Produktion frei gegeben.
  • Das neuerbaute „Ernst-Thälmann-Stadion“ wird an die Betriebssportgemeinschaft Chemie Zeitz übergeben.

 1963

  • Am 10.06. Inbetriebnahme einer neuen Additivanlage.
  • Ab August wird die Benzolanlage schrittweise in Betrieb genommen.

1964

Im Mai wird die Wasserschleiervorrichtung im Bereich Niederdruck als Brandschutz-Einrichtung in Betrieb genommen. Sie ist beispielhaft für die DDR.

 1965

15.03. Inbetriebnahme der ersten Hydrierkammer zur Verarbeitung von Erdöldestillat. Das Abstreiferprodukt geht zur Weiterverarbeitung zu Schmierölen ins Mineralölwerk Lützkendorf.

 1966

Am 09.04 wird der erste DDR-einheitliche arbeitsfreie Samstag eingeführt und da mit die 5-Tage-Arbeitswoche jede zweite Woche.

1967

  • Der Großversuch „Hydrofinishing von TTH-Rückstand“ am 04.07 ist erfolgreich.
  • Am 20.12. erfolgt die Schlüsselübergabe für die erbaute Betriebsberufschule.

 1968

Am 16.10. wird die Ölvergaseranlage nach erfolgreichem Probebetrieb an das Werk übergeben.

 1969

Zum 01.01. wird das VEB Schmierstoffkombinat Zeitz gebildet mit dem Hydrierwerk Zeitz als Stammbetrieb und den Betriebsteilen Mineralölwerk Lützkendorf, Paraffinwerk Webau, Ceritolwerk Mieste, Montanwachsfabrik Völpke, Mineralölwerk Klaffenbach, Spezialöle Brandenburg.

Benzolanlage 1970
Luftansaugleitung (1971)
Übergabestation der Erdölleitung (1974)
PEV, DK-Raffination (1975)
Portalkran für Hydrierkammer (1976)
Rückkühlwasserwerk Bau 96-98 (1978)

1970

Die VVB Mineralöle wird zum 01.01.1970 aufgelöst und das Petrolchemische Kombinat (PCK) Schwedt mit den Kombinatsbetrieben Mineralölverbundleitung (MVL) Heinersdorf, Hydrierwerk Zeitz, Kombinat Böhlen und ab 1984 Wittol Wittenberg geschaffen.

·       Die bauvorbereitenden Maßnahmen zum Vorhaben „Primäre Erdölverarbeitung“ (PEV) laufen im Juni an.

·       Im September und Oktober führen Brände in der Paraffinraffination- und Weißparaffin-Anlage sowie der Hochdruckhydrierung zu Produktionseinschränkungen.

 1971

  • Im August erfolgt die Einstellung der Phenolgewinnung.
  • Umstellung der Kesselbefeuerung im IKW auf Vakuumrückstand.

 1972

  • Zum 01.07. wird das Lohn- und Gehaltssystem auf EDV (Elektronische Daten-Verarbeitung) umgestellt.
  • Die neue Feuerwache ist zum 01.12. fertig gestellt.

1973

Am 01.05. erfolgt die Übergabe des Benzintanklagers in der Primären Erdölverarbeitung (PEV) an das Werk.

 1974

  • Die Kerzenproduktionsanlage produziert neben Zierkerzen, Kugelkerzen für den Bevölkerungsbedarf.
  • Am 19.06. fließt das erste Erdöl über die neu gebaute Pipeline vom Tanklager Spergau ins Rohöltanklager des Neuwerkes.
  • 21.09. Die Zentrale Abwasseranlage ist realisiert.
  • Am 01.11. gehen die Anlagen der PEV in den Dauerbetrieb.

 1975

Am 22.06. Inbetriebnahme der DK-Raffination im Neuwerk.

1976

  • Im Februar Montage eines neuen Portalkranes für die Hydrierkammern.
  •  Rekonstruktionsmaßnahmen in der PEV führen zum 07.10. zur Durchsatzsteigerung auf 3.200 kt/a, das entspricht ca.7%.

1977

Am 04.11. Inbetriebnahme der EDV-Anlage EC 1040.

 1978

Seit März erfolgt die Überweisung des Lohnes erstmalig als Gesamtsumme auf das Girokonto der Belegschaftsangehörigen.

 1979

Seit Februar kommt es zur Anwendung der Schwedter Initiative „WENIGER PRODUZIEREN MEHR“.

Industriekraftwerk (Dez, 1980)
Kulturhaus 1981
Einbindung der umgebauten Kammer 2 in den DK-Komplex 1988
Wasserstoff-Anlage 1989

1980

Am 21.05. Abschluss der Umstellung der Befeuerung der Industrieöfen von Öl auf Gas in der PEV.

 1981

Am 17.10. kommt es zu einem Brand in der TTH- Anlage, die zu einem Abfahren des gesamten Hochdruck-Bereiches führt.

 1982

Im Juli wird die neue Kondensatentölungs-Anlage in dem Bereich Wasseraufbereitung in Betrieb genommen.

 1983

  • Am 27.08. kommt es zu einem Totalausfall der gesamten Erdölverarbeitung.
  • Die neue Spezialparaffinanlage geht im 4.Quartal in Betrieb.

 1984

  • Im Juni Beginn des Neubaus einer neuen Wasserstoff-Anlage.
  • Am 17.12. Inbetriebnahme der neuen Brauchwasserleitung zwischen dem Tagebau Profen und dem Hydrierwerk.

1985

  • Baubeginn des Steamreformer.
  • Einstellung der Benzolproduktion zu Gunsten der VK- Produktion (Vergaserkraftstoff).

 1986

Ende Dezember geht der erste Bauabschnitt des DK- Komplexes (Dieselkraftstoff) in Dauerbetrieb.

1987

Am 30.04. besteht die neue Ofenanlage in der Paraffindestillation ihren Produktionstest.

 1988

  • Umrüstung der Kammer 2 im Hochdruck für die Einbindung in den DK-Komplex.
  • Im März wird die neue Dampferzeugeranlage im Neuwerk für die Nutzung freigegeben.

 1989

  • Im Juni erfolgt die Inbetriebnahme der Deionatanlage im Vorhaben DK-Komplex.
  • Am 05.07. beginnen die Demontagearbeiten an der Benzolanlage.
  • Am 01.12. beginnt der Probebetrieb der Wasserstoff-Anlage.
Außerbetriebnahme der Winkler-Generatoren 1990
Haupttor des Werkes 1990
Demontage der DK-Raffination (1995)
Demontage Destillation PEV (1996)
Demontage der Anlagen der PEV (1996)

1990

  • Am 08.02. erlässt der MR der DDR den Beschluss zur Stilllegung von Anlagen der Kohleindustrie. Daraus resultiert die Stilllegung der carbochemischen Anlagen in Zeitz.
  • Zum 01.04. wird die DM- Eröffnungsbilanz erstellt.
  • Zum 30.04. wird der Betriebsteil Lützkendorf aus dem Kombinatsbetrieb Zeitz herausgelöst und direkt dem PCK als eigenständiger Kombinatsbetrieb zugeordnet.
  • Mit 31.05. erfolgt die Entflechtung des PCK und des VEB Hydrierwerkes Zeitz. Die Betriebsteile werden in die Eigenverantwortlichkeit entlassen.
  • Am 01.06. kommt es zur Gründung der Hydrierwerk Zeitz GmbH. Die Eintragung der Kapitalgesellschaft im Handelsregister erfolgt am 05.09.
  • In den Monaten Juli bis Oktober kommt es zur Einstellung von Verarbeitungssträngen (Paraffin, VK, Benzol, Leichtöle u. a.). Erstmalig gibt es Kurzarbeit im Unternehmen. Erste Betriebsbereiche werden als eigenständige Unternehmen ausgegliedert.

 1991

  • Ende III. Quartal erfolgt die Einstellung der carbochemischen Produktion.
  • Im lfd. Jahr kommt es zu weiteren Ausgliederungen von nicht unmittelbar zur Produktion gehörenden Geschäftszweigen. Eine Sanierungsgesellschaft wird gegründet.

1992

  • März bis April: Rekonstruktion der DK-Raffination.
  •  Ab 16.06. Fremdbezug von elektrischem Strom.
  • Mit dem am 31.07 abgeschlossenen TED-Vertrag, der sich gegen den Raffineriestandort Zeitz ausspricht, ist die Erarbeitung eines Standortsicherungskonzeptes erforderlich.
  • Zwischen dem 22.09 und 06.10. werden die Schornsteine des Industriekraftwerkes gesprengt.

 1993

  • Am 31.03. kommt es zur Stilllegung der Altanlagen des Unternehmens.
  • Mit dem Abschluss des Vertrages zwischen der THA und einem französisch- deutschen Konsortium, dem TED- Vertrag, der die Schließung der alten Raffinerie in Leuna und der Raffinerie in Zeitz vorsieht und den Aufbau einer neuen Raffinerie am Standort Leuna (Spergau) favorisiert, ist das Schicksal des Hydrierwerkes besiegelt.
  • Einstellung der Schmieröl- und Paraffinproduktion.
  • Am 07.07. kommt es zur Gründung der Zeitzer Industrie- und Gewerbeparks 2000 GmbH, einer Sanierungsgesellschaft als Auffanggesellschaft für entlassene Hydrierwerker.
  • Beginn der Demontage und des Abrisses von Anlagen.
  • Im August wird das Hydrierwerk Eigentümer der Rohölpipeline Spergau- Zeitz. Am 26./27.08 kommt es zur Havarie derselben.

 1994

  • Zum 01.01. wird die Raffinerie aus dem bestehenden Unternehmen ausgegliedert und firmiert unter Zeitzer Raffineriegesellschaft.
  • Gründung der Verwertungszentrum Zeitz GmbH (VZZ) am 29.07.

 1995

  • Im April geht die atmosphärische Destillation nach Rekonstruktion wieder in Betrieb.
  • Zum 27.12. werden die Erdölverarbeitung und die DK-Raffination abgefahren und die Demontagearbeiten vorbereitet.
  • Die Zentrale Abwasserbehandlung (ZAB) wird privatisiert.
  • Am 31.12. verschmelzen die Hydrierwerk Zeitz GmbH und die Zeitzer Raffineriegesellschaft mbH zur Raffineriegesellschaft mbH, damit wird die Hydrierwerk Zeitz GmbH 100%ige Tochter der Zeitzer Raffineriegesellschaft.

 1996

  • Im Verlauf des Jahres kommt es zur Außerbetriebnahme, Abstellung und Einstellung sämtlicher Produktionsstätten.
  • Von den im Jahr 1989 im Werk beschäftigten Arbeiter und Angestellte sind zum 31.03. noch 502 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, bis zum 31.12. sind es letztlich 65 Mitarbeiter.
  • Die liquide Hydrierwerk Zeitz GmbH wird aus dem Handelsregister gestrichen.
  • Verkauf der restlichen Anlagen und Gebäude einschließlich Grund und Boden an die im gleichen Jahr neu gegründete ZSG Zeitzer Standortgesellschaft mbH.

Zusammengestellt für die Homepage des SCI Merseburg unter Verwendung nachfolgender Literatur:

  1. „Chronologie zur Geschichte des Unternehmens Hydrierwerk Zeitz“

               Herausgeber: Zeitzer innovative Arbeitsfördergesellschaft mbH, Tröglitz , Dez. 1998

  1. Veronika Arndt, Heidrun Schwartz: Hydrierwerk Zeitz - Die Geschichte eines Chemieunternehmens, Herausgeber: Zeitzer innovative Arbeitsfördergesellschaft mbH, Tröglitz Sept. 1999
  2. Landesverband Nordost des VCI (Hrsg.): Strukturwandel der ostdeutschen Chemie, VCI Ost, Halle 1996

 Karl-Heinz Schmidt im Februar 2015

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