1900 Beginn der Chlorgasverflüssigung durch Tiefkühlung und damit Möglichkeit der Umstellung der Zellstoff- und Papierbleiche von Chlorkalk auf flüssiges Chlor.
1900 Die erste Anlage in Deutschland zur Phosphorproduktion nach dem elektrothermischen Verfahren geht in Betrieb. Der Ausbau der Produktionsanlage durch bis zu 20 Öfen und die Verbesserung des Verfahrens führen zu hohen Produktionssteigerungen. Ab 1907 werden in Bitterfeld in den verschiedensten Phosphorverbindungen hergestellt.
1901 Verlegung der Kaliumpermanganat-Produktion von Griesheim nach Bitterfeld.
1903 Anlagenerweiterung durch eine Chlorbenzol- und eine Monochloressig-säurefabrik.
1904 Es werden die Voraussetzungen für die Gewinnung von Chloraten (zur Herstellung von Sprengstoffen und Unkrautvertilgungsmitteln) auf elektrolytischen Wege durch die Herstellung von Magnetitelektroden geschaffen.
1904 Wasserstoffleitung zum Freiballonaufstiegsplatz und Bau eines 2. Kom-pressors 1908.
1909 Führung auf dem Gebiet der Leichtmetalle durch die Entwicklung der Magnesiumlegierung ?Elektron?.
1910 Beginn der Herstellung von synthetischen Edelsteinen; ab 1945 wurde eine Edelsteinschleiferei betrieben.
1914 Wichtige Neubauten entstehen zu Kriegsbeginn: eine Salpetersäurefabrik, das Aluminiumwerk und das Elektron-Metallwerk.
1915 Bitterfeld wird zum Zentrum der Sprengstoffherstellung und produziert Chlor und Phosgen für den Einsatz als Giftgas.
1918 Mit dem Ende des Krieges beginnt die Umstellung der Produktion wieder auf Produkte, die für Ernährung (Düngemittel) und wirtschaftliche Entwicklung desUnternehmens wichtig sind.
1919 Produktionsaufnahme von Phosphortrichlorid.
1920 Ab diesem Jahr beginnt bei Griesheim-Elektron in Bitterfeld, wie bereits in der Farbenfabrik zuvor, die Produktion von Pflanzenschutzmitteln.
1921 Die Chemische Fabrik Griesheim erwirbt das Kaufrecht der gepachteten Anlagen der Elektrochemischen Werke.
1923 Erweiterung des Chlorproduktion am Standort Bitterfeld in Folge der Aufnahme der Produktion von chlorierten Aromaten und 1925 von Tetrachlorkohlenstoff und Chlorbenzol sowie 1927 von Chloral.
1925 Die Bestrebungen der deutschen chemischen Industrie einen einheitlichen Konzern zu gründen erfolgt mit dem Zusammenschluss in der Interessengemeinschaft der deutschen Teerfarbenindustrie (IG Farben).
1925 Die Herstellung von Metallpulvern (Wolfram, Molybdän, Kobalt und Nickel) wird aufgenommen.
1926 Die Abteilung Elektron-Metall nimmt den größten Aufschwung. Ein Grossauftag für Elektrongußteile wurde angenommen. Darüber hinaus werden viele neue Produkte in das Produktionsprogramm (wie z. B. Wolframsäure, Triphenylphosphat, Chloralhydrat) aufgenommen.